Cannabis Clubs

Cannabis Club gründen – Ausführliche Anleitung

24. Juli 2024|Cannabis Clubs, Legalisierung|

Detaillierte Anleitung zur Gründung eines Cannabis Clubs

In diesem Blogpost erfährst du, wie du einen Cannabis Club gründest und worauf du dabei achten musst.

Schritt 1: Organisationsform wählen

Bevor du mit der Gründung deines Cannabis Clubs beginnst, musst du dich für eine Organisationsform entscheiden. Die beiden gängigsten Optionen sind der eingetragene Verein (e.V.) und die Genossenschaft (eG). Beide haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile, die du sorgfältig abwägen solltest.

Eingetragener Verein (e.V.):

  • Einfachere und kostengünstigere Gründung
  • Geringerer Verwaltungsaufwand
  • Geeignet für nicht gewinnorientierte Aktivitäten

Genossenschaft (eG):

  • Geeignet für wirtschaftliche Aktivitäten
  • Mehr Flexibilität in der finanziellen Verwaltung
  • Strengere gesetzliche Anforderungen und Prüfungen

Schritt 2: Gründungsmitglieder finden

Für die Gründung eines Cannabis Clubs als e.V. benötigst du mindestens sieben Gründungsmitglieder. Diese müssen volljährig sein und ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben. Eine solide Basis aus engagierten Mitgliedern ist essenziell für den langfristigen Erfolg des Clubs.

Schritt 3: Rechtliche Voraussetzungen klären

Die Gründung eines Cannabis Clubs unterliegt zahlreichen gesetzlichen Regelungen. Hier sind einige der wichtigsten Punkte:

  • Jugendschutz: Mitglieder müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Für Mitglieder zwischen 18 und 21 Jahren gelten spezielle THC-Beschränkungen.
  • Prävention: Der Club muss Suchtpräventions- und Jugendschutzbeauftragte ernennen, die nachweislich qualifiziert sind.
  • Qualitätssicherung: Einhaltung der Vorschriften für Anbau, Lagerung und Transport von Cannabis.
  • Dokumentationspflichten: Alle Aktivitäten müssen genau dokumentiert werden, um den gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden.

Schritt 4: Vereinssatzung erstellen

Die Vereinssatzung ist das Grunddokument deines Cannabis Clubs und legt die Regeln und Strukturen fest. Sie muss den Anforderungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) entsprechen und spezifische Elemente für Anbauvereinigungen enthalten. Wichtige Punkte sind:

  • Name und Sitz des Vereins
  • Zweck und Ziele des Vereins
  • Mitgliedschaftsregeln
  • Rechte und Pflichten der Mitglieder
  • Struktur und Aufgaben des Vorstands
  • Finanzverwaltung und Beitragssätze

Schritt 5: Behördliche Erlaubnisse einholen

Um Cannabis legal anbauen zu dürfen, benötigt der Club eine behördliche Erlaubnis. Die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen ist dabei entscheidend:

  • Antragstellung: Der Antrag muss schriftlich oder elektronisch bei der zuständigen Behörde eingereicht werden, inklusive aller erforderlichen Nachweise.
  • Vereinssatzung: Diese muss spezifische Elemente für Anbauvereinigungen enthalten und rechtlich einwandfrei sein.
  • Auflagen erfüllen: Der Club muss kontinuierlich Auflagen zu Jugendschutz, Prävention, Qualitätssicherung und Dokumentation erfüllen.

Schritt 6: Werbung und Community-Aufbau

Obwohl Werbung für Cannabis eingeschränkt ist, kannst du die Zeit bis zur Gesetzeseinführung nutzen, um Aufmerksamkeit zu generieren. Öffentlichkeitsarbeit und der Aufbau einer Community sind wichtige Schritte, um Mitglieder zu gewinnen und den Club bekannt zu machen. Nutze Social Media, lokale Veranstaltungen und Pressemitteilungen, um dein Vorhaben vorzustellen.

Schritt 7: Anbauplanung

Die Planung des Anbaus ist zentral für den Erfolg des Clubs. Dazu gehören:

  • Grundstücksauswahl: Suche nach einem geeigneten Grundstück oder Gebäude, das den gesetzlichen Anforderungen entspricht.
  • Energieversorgung und Klimakontrolle: Sichere Energiequellen und ein gutes Klimasystem sind entscheidend für die Qualität des Anbaus.
  • Abstandsregelungen: Halte gesetzliche Abstände zu Jugendeinrichtungen ein, um rechtliche Probleme zu vermeiden.
  • Anbaukonzept: Erstelle ein bedarfsorientiertes Anbaukonzept, das den Bedarf der Mitglieder deckt. Berücksichtige dabei auch Umweltfaktoren und die Einhaltung von Qualitätsstandards.

Schritt 8: Clubräume und Anbauflächen organisieren

Die Clubräume müssen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen und sicher gegen Einbrüche geschützt sein. Auch der Anbau von Cannabis muss unter kontrollierten Bedingungen erfolgen, um die Qualität und Sicherheit des Produkts zu gewährleisten. Es ist ratsam, ein Verwaltungssystem zu integrieren, um langfristig Kosten und Aufwand zu minimieren und die gesetzlichen Anforderungen kontinuierlich zu erfüllen.

Schritt 9: Mitgliederverwaltung einrichten

Ein effizientes Verwaltungssystem hilft, den Club reibungslos zu betreiben. Dazu gehören:

  • Mitgliedsbeiträge verwalten: Sorge für eine transparente und effiziente Verwaltung der Mitgliedsbeiträge.
  • Mitgliederversammlungen organisieren: Regelmäßige Treffen und Versammlungen fördern den Austausch und die Gemeinschaft im Club.
  • Dokumentation: Dokumentiere alle Aktivitäten und Ausgaben sorgfältig, um jederzeit nachweisen zu können, dass der Club legal und transparent arbeitet.

Finanzierung des Cannabis Clubs

Ein Cannabis Club darf keine Gewinne erzielen, sondern muss alle Kosten durch Mitgliedsbeiträge und den Verkauf von Cannabis an Mitglieder decken. Die Höhe der Beiträge und Preise muss so kalkuliert werden, dass der Club seine Ausgaben decken kann, ohne Gewinn zu machen. Folgende Punkte sind dabei wichtig:

  • Mitgliedsbeiträge: Diese müssen regelmäßig gezahlt werden und sollten alle Kosten des Clubs abdecken.
  • Kostenkalkulation: Berücksichtige Miete, Energie, Wasser, Materialien, Löhne und sonstige Betriebskosten.
  • Preismodelle: Der Preis für Cannabis muss transparent und fair berechnet werden. Üblicherweise wird der Preis pro Gramm durch die Summe aller Kosten geteilt durch die produzierte Menge ermittelt.

Anbau und Weitergabe von Cannabis

Cannabis Social Clubs dürfen an ihre Mitglieder bis zu 50 Gramm Cannabis pro Monat abgeben. Für Mitglieder zwischen 18 und 21 Jahren ist die Menge auf 30 Gramm monatlich begrenzt, und der THC-Gehalt darf nicht mehr als 10% betragen. Es dürfen nur reine Cannabisprodukte wie getrocknete Blüten und Harz (Haschisch) weitergegeben werden. Tabakmischungen oder essbare Cannabisprodukte sind nicht erlaubt.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Cannabis Social Clubs sind umfassend und komplex. Hier sind einige der wichtigsten Punkte:

  • Sicherheitsvorkehrungen: Die Anbauflächen und Clubräume müssen gegen Einbruch gesichert und umzäunt sein.
  • Alkoholverbot: Innerhalb der Clubräume gilt ein striktes Alkoholverbot.
  • Konsumverbote: Der Konsum von Cannabis ist nur innerhalb des Clubs erlaubt, jedoch nicht in einem Umkreis von 200 Metern um den Club und nicht innerhalb von 100 Metern von Schulen, Sportstätten oder Kitas.
  • Verpackung: Cannabis muss in neutralen Verpackungen mit Angaben wie Gewicht, Erntedatum, Mindesthaltbarkeitsdatum, Sorte und Wirkstoffgehalt ausgegeben werden.

Implementierung von Verwaltungssystemen

Ein effizientes Verwaltungssystem ist entscheidend für den reibungslosen Betrieb eines Cannabis Clubs. Hier können spezialisierte Softwarelösungen wie 420+ helfen, die Verwaltung zu optimieren. Solche Systeme bieten Funktionen wie:

  • Mitgliederverwaltung: Verwaltung von Mitgliedsdaten, Beiträgen und Versammlungen.
  • Anbauplanung: Planung und Überwachung des Anbaus von Cannabis.
  • Finanzüberwachung: Verwaltung der Einnahmen und Ausgaben des Clubs.
  • Compliance Management: Sicherstellung der Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen.

Zusammenfassung

Die Gründung eines Cannabis Clubs ist eine spannende Möglichkeit, den legalen und sicheren Zugang zu Cannabis zu fördern. Mit der richtigen Vorbereitung und Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen steht dem Erfolg nichts im Wege. Informiere dich gründlich, plane sorgfältig und nutze die Unterstützung von Experten, um deinen eigenen Cannabis Club erfolgreich zu gründen.

Kurze Tipps für die Gründung eines Cannabis Clubs

  • Gut informieren: Alle gesetzlichen Bestimmungen kennen und einhalten.
  • Gemeinschaft aufbauen: Eine starke Community ist der Schlüssel zum Erfolg.
  • Dokumentation: Alle Aktivitäten genau dokumentieren, um rechtlich abgesichert zu sein.
  • Rechtliche Beratung: Professionelle Unterstützung durch einen Anwalt ist hilfreich.
  • Qualitätssicherung: Höchste Standards beim Anbau und der Lagerung einhalten.
  • Mitglieder einbeziehen: Halte die Mitglieder aktiv und informiere sie regelmäßig über Entwicklungen und Aktivitäten des Clubs.
  • Netzwerke nutzen: Vernetze dich mit anderen Cannabis Clubs und Organisationen, um Erfahrungen auszutauschen und Unterstützung zu erhalten.
  • Kosten im Blick behalten: Plane dein Budget sorgfältig und achte darauf, dass alle Ausgaben gedeckt sind.

Cannabis Club Webseite

6. Mai 2024|Allgemein, Cannabis Clubs|

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Cannabis Legalisierung in Deutschland: Ein Überblick

8. April 2024|Allgemein, Cannabis Anbau, Cannabis Clubs, Legalisierung|

Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis in Deutschland legal. Ein bedeutender Schritt, jedoch anders als viele erwartet haben. Im Gegensatz zu Ländern wie den Niederlanden oder Kanada wird es hierzulande vorerst keine Geschäfte geben, die Cannabisprodukte verkaufen. Auch der Handel mit Keksen, Süßigkeiten, Kuchen, Ölen und anderen Produkten, die Cannabis enthalten, bleibt vorerst untersagt. Die Vermischung von Cannabis mit Tabak, Alkohol oder anderen Aromen ist ebenfalls nicht gestattet.

Modellregionen und Cannabis-Clubs: Zugang und Regulierung

Ursprünglich war geplant, den Verkauf in staatlich lizenzierten Geschäften in Modellregionen zu testen. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) plant einen weiteren Gesetzentwurf, um dieses Vorhaben umzusetzen. Städte wie Tübingen, Leipzig, Schwerin, Bremen und andere hatten Interesse bekundet, sich als Cannabis-Modellregionen zu bewerben.

Für die meisten Regionen Deutschlands bedeutet dies jedoch, dass der Zugang zu Cannabis ausschließlich über sogenannte Cannabis-Clubs oder „Cannabis Social Clubs“ möglich ist. Diese Clubs, mit bis zu 500 Mitgliedern, dienen neben dem privaten Anbau als einzige legale Bezugsquelle. Selbst wer nur gelegentlich Cannabis konsumiert, muss einem solchen Club beitreten, da der Verkauf an Nicht-Mitglieder illegal ist.

Legalisierung und Schwarzmarkt: Strafen und Grenzüberschreitungen

Obwohl die Legalisierung erfolgt ist, bleibt der Schwarzmarkt illegal. Der Handel mit Cannabis bleibt strafbar, und einige Strafen wurden sogar verschärft, insbesondere im Hinblick auf den Jugendschutz.

Die Einfuhr von Cannabis aus den Niederlanden bleibt verboten, ebenso wie der Kauf von Cannabis in niederländischen Coffeeshops zum Mitnehmen nach Deutschland. Erlaubt ist hingegen die Einfuhr von Cannabissamen aus der EU zum Anbau für den Eigenkonsum oder für Anbauvereine.

Eigenanbau und Individualität: Möglichkeiten und Grenzen

Für diejenigen, die nicht Teil eines Cannabis-Clubs sein möchten, besteht die Möglichkeit des Eigenanbaus. Privatpersonen dürfen bis zu drei weibliche Cannabis-Pflanzen anbauen, und die Samen oder Stecklinge können auch außerhalb der Clubs erworben werden. Die Regeln für den Betrieb solcher Vereine treten am 1. Juli in Kraft.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Eigenanbau ausschließlich zum Eigenkonsum gestattet ist. Der Weiterverkauf oder das Verschenken von Cannabis an andere Personen ist untersagt und kann mit Freiheitsstrafen oder Geldstrafen geahndet werden.

Cannabisclubs äußern Bedenken wegen neuer Abstandsregelungen

6. November 2023|Cannabis Clubs, Legalisierung|

Die von der Bundesregierung geplanten Regelungen für Cannabisanbauclubs stoßen auf Kritik. Es geht um die neuen Vorschläge, die eine Mindestentfernung von Schulen und anderen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche festlegen. Viele Clubs befürchten, dass es dadurch schwierig wird, passende Anbauflächen zu finden.

Laut einer Umfrage, die der Cannabiswirtschaftsverband (BvCW) und CSC-Maps durchgeführt haben, glauben 69 Prozent der befragten Cannabis Social Clubs nicht dass sie geeignete Flächen für den Anbau und Verkauf finden werden. Diese Umfrage umfasste 73 Clubs, die bereits bestehen oder sich in der Planungsphase befinden.

Nach dem Entwurf, den Gesundheitsminister Karl Lauterbach vorlegt, sollen diese Clubs Cannabis legal anbauen und an ihre registrierten Mitglieder verkaufen dürfen. Jedoch sollen die Clubs nicht auf Gewinn ausgerichtet sein und auf eine Mitgliederzahl von höchstens 500 beschränkt bleiben.

Die Cannabisclubs planen, zwischen zehn und 30 Gramm Cannabis monatlich pro Mitglied zu verkaufen, wobei der Preis pro Gramm zwischen sieben und acht Euro liegen soll – deutlich unter dem Schwarzmarktpreis von zehn Euro. Was die Clubs jedoch kritisieren, ist, dass ihre Mitglieder bei dem Anbau mithelfen müssen. Außerdem sehen sie in den Start- und Investitionskosten ein großes Hindernis.

Ein weiterer Punkt, der den Clubs Sorgen bereitet, ist, dass THC-haltige Lebensmittel im Rahmen des Gesetzes nicht verkauft werden dürfen, obwohl ein großes Interesse daran besteht. Die Clubs erwarten auch nicht, genügend Mitglieder für eine vollständige Versorgung anzulocken. Der BvCW warnt, das man bis zu 16.000 Clubs benötigen würde, um eine lückenlose legale Versorgung in Deutschland sicherzustellen. Der Geschäftsführer des Verbandes, Jürgen Neumeyer, zweifelt daran, dass der Schwarzmarkt effektiv eingedämmt werden kann, solange die Nachfrage nicht vollständig durch legale Clubs gedeckt wird. Er plädiert dafür, die geplanten regionalen Modellversuche rasch in die Praxis umzusetzen.

Meinung:

Die Sorgen der Cannabisclubs ziemlich berechtigt zu sein. Diese Mindestabstandsregelung von 200 Metern zu Bildungs- und Jugendeinrichtungen klingt auf den ersten Blick vernünftig, um Jugendliche zu schützen. Aber das kann echt nach hinten losgehen, wenn dadurch die Clubs keine Anbauflächen mehr finden. Die Idee dahinter, den legalen Konsum zu kontrollieren und zu regulieren, ist ja eigentlich super. Aber es bringt nichts, wenn die Umsetzung dann so kompliziert wird, dass die Clubs vor lauter Vorschriften und finanziellen Hürden nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können.

Dass die Mitglieder beim Anbau mithelfen sollen, ist zwar irgendwie eine nette Idee, damit sich jeder beteiligt, aber mal ehrlich, das ist nicht für jeden machbar. Und wenn dann der erlaubte Verkauf auf Blüten und Haschisch beschränkt bleibt und essbare Produkte mit THC außen vor bleiben, wird ein großer Teil des Marktes einfach ignoriert. Das ist doch eine verpasste Chance, finde ich.

Was die Clubs noch ansprechen, das mit der Finanzierung und den Anlaufkosten, das ist ein echtes Problem, besonders wenn du gerade erst startest. Es wird auch klar, dass die aktuelle Planung wahrscheinlich nicht ausreicht, um den Schwarzmarkt ernsthaft in die Schranken zu weisen. Die Clubs können eine wichtige Rolle spielen, um Cannabis aus der Grauzone zu holen, aber das funktioniert nur, wenn sie auch eine realistische Chance haben, sich zu etablieren und zu wachsen.

Kurz gesagt, die Politik muss hier echt nochmal ran und das Konzept so anpassen, dass es auch in der Praxis funktionieren kann. Nur so kann man das Ziel erreichen, eine sichere, kontrollierte und legale Alternative zum Schwarzmarkt zu bieten.

Zeit für einen Wandel: Warum das Cannabis-Gesetz eine Chance verdient

19. Oktober 2023|Allgemein, Cannabis Clubs, Legalisierung|

Die Debatte um die Legalisierung von Cannabis in Deutschland ist voll im Gange, vor allem nach dem jüngsten Entwurf des Cannabis-Gesetzes im Bundestag. Dieser Schritt war längst überfällig, da sich die Meinungen über die Legalisierung von Cannabis in den letzten Jahren deutlich verändert haben. Andere Länder, darunter Kanada, die Niederlande und mehrere US-Bundesstaaten, haben bereits positive Erfahrungen mit der Legalisierung gemacht. Nun ist es an der Zeit, dass Deutschland diesen progressiven Weg betrachtet und das Potenzial erkennt, das eine kontrollierte Legalisierung mit sich bringt.

Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, den Besitz von bis zu 25 Gramm Cannabis für Erwachsene zu entkriminalisieren und den Anbau von bis zu drei weiblichen Pflanzen für den persönlichen Gebrauch zu erlauben. Dies ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen und die Verbraucher besser zu schützen. Die kontrollierte Abgabe von Cannabis in lizenzierten Geschäften, wie im Ampel-Koalitionsvertrag vorgesehen, bietet eine sichere und regulierte Alternative zum aktuellen illegalen Markt.

Kritiker argumentieren, dass die Legalisierung, insbesondere für junge Menschen bis 25 Jahre, riskant sein könnte, da ihre Gehirnentwicklung noch nicht abgeschlossen ist. Während dies ein berechtigtes Anliegen ist, zeigen Studien aus anderen Ländern, dass durch geeignete Aufklärungs- und Präventionsprogramme die Risiken minimiert werden können. Gesundheitsminister Karl Lauterbach plant bereits solche Programme, um die Aufklärung zu fördern und Hilfe für diejenigen anzubieten, die sie benötigen.

Es gibt auch Bedenken hinsichtlich der Kommerzialisierung des Cannabis-Anbaus, die durch die Einrichtung von Cannabis Social Clubs gemildert werden könnte. Diese Vereine würden eine kontrollierte Umgebung für den Anbau und die Abgabe von Cannabis bieten, was den Zugang für Minderjährige erschwert und die Qualität und Sicherheit des Produkts gewährleistet.

Ein weiteres Argument gegen die Legalisierung ist die fehlende wissenschaftliche Evidenz über die Langzeitwirkungen von Cannabis. Dies ist jedoch eher ein Argument für die Legalisierung, da eine regulierte Umgebung die Durchführung umfassender Forschungen ermöglichen würde.

Der Weg zur vollständigen Legalisierung mag noch mit Hindernissen versehen sein, aber es ist ein notwendiger Schritt, um den Wandel herbeizuführen. Durch eine fortschrittliche und gut durchdachte Gesetzgebung kann Deutschland sowohl die öffentliche Gesundheit als auch die Freiheit und Rechte seiner Bürger schützen. Die vorgeschlagene Cannabis-Reform bietet eine solide Grundlage, um diesen Wandel zu beginnen und sollte daher die volle Unterstützung des Bundestages erhalten.